Krankenversicherung
Selbständige können "freiwillig" in der gesetzliche Krankenversicherung (GKV) wie z.B. AOK, DAK, Barmer, etc. versichert bleiben oder sich privat versichern.
Beamte haben je nach Dienstherren einen Beihilfeanspruch. Die dabei verbleibende Lücke decken Beamte mit einer privaten "Ergänzung".
Arbeitnehmer sind grundsätzlich "pflichtversichert" in der GKV, damit das Verfahren der GKV kalkulierbar bleibt. Es funktioniert genau wie das Rentensystem nach dem Umlageverfahren. Dadurch wird sich in Zukunft das gleiche Problem ergeben wie bei der gesetzlichen Rente: Es gibt zu viele alte Menschen und durch die geburtenschwachen Jahrgänge kommen nicht genügend Beitragszahler hinzu. So wird auch in der GKV der Beitrag steigen und/oder die Leistungen weiter gekürzt.
Wer sich dessen bewusst ist und über der Beitragsbemessungsgrenze (BbG) verdient, kann aus dieser Pflichtversicherung aussteigen. Die BbG liegt im Jahre 2011 bei 3.712,50 € brutto pro Monat oder € 44.450 € brutto pro Jahr wobei das Urlaubs- oder Weihnachtsgeld berücksichtigt wird.
Beispielechnung:
- 15,5% Krankenkassensatz (GKV je nach Kasse unterschiedlich )
- zzgl. 1,7% Pflegepflichtversicherung
- = 17,2% Gesamtprozentsatz
- x 3.712,50 € (Beitragsbemessungsgrenze)
- = 638,55 € (= derzeitiger Höchstbeitrag in der GKV je nach Kasse)
Wer mehr verdient, zahlt nur Beiträge auf die Beitragsbemessungsgrenze und nicht mehr. Bis zum 01.07.2005 teilten sich noch der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer diesen Beitrag. Ab dem 01.07.2005 gilt auch dies nicht mehr. Der Arbeitnehmer wird mit einem Sonderbeitrag von 0,9% belastet, um die Lohnnebenkosten zu senken.
Dies wirkt sich wie folgt aus: 15,5% Beitragssatz davon jeweils 7,75% der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer
Der Arbeitnehmer muss aber 0,9% mehr bezahlen, so dass er auf einen Krankenkassensatz von 8,65% kommt. Hinzu kommt noch die Hälfte von der Pflegeversicherung in Höhe von 0,85%. Der Arbeitnehmer zahlt somit 9,5% von seinem Verdienst an die Krankenkasse ( bis zur Beitragsbemessungsgrenze ) und der Arbeitgeber 7,75% von ihrem Verdienst.
Bei der GKV richtet sich der Beitrag somit nach dem Einkommen und nicht nach der Leistung. Die Leistungen können – wie Sie sicherlich schon selbst erlebt haben – gekürzt werden oder es werden Zuzahlungen zur Pflicht. Da für so einen hohen Beitrag für die GKV in der PKV wesentlich bessere Leistungen versicherbar sind und der Versicherte sogar in den meisten Fällen eine Beitragsersparnis erzielt (...die er zusätzlich für seine Rente sparen sollte...) ist die PKV für diese Zielgruppe äußerst attraktiv.
Angestellte schließen meistens sehr gute Leistungen ohne Selbstbeteiligung ab - schließlich zahlt der AG ja eine Menge (in den meisten Fällen immer noch die Hälfte, also nicht wie bei der GKV) dazu. Eine Selbstbeteiligung macht dort nur begrenzt Sinn. Der Höchstzuschuss für einen PKV-Versicherten Arbeitnehmer beträgt ab dem 01.07.2005 € 266,14 mtl.
Generell hat die PKV innerhalb der Tarife bei den Leistungen Wahlmöglichkeiten – die GKV nicht.
Zum Einstieg bei Selbständigen kann man mit den vergleichbaren Leistungen der GKV und/oder mit einer Selbstbeteiligung innerhalb der PKV günstige Beiträge darstellen. Hat sich dann der Selbständige etabliert, kann er seine Leistungen erhöhen und in den Genuss der Chefarztbehandlung, etc. kommen.
Diejenigen, die sich nicht privat versichern können, haben die Möglichkeit eine PKV-Zusatzversicherung abzuschließen. Auch hierbei ist der Preis unmittelbar an die versicherte Leistung und das Alter des Versicherten gebunden.
Den jeweils "richtigen" Anbieter für eine PKV zu finden, ist nicht einfach. Die folgenden Tipps für die verschiedenen Versicherer können Sie mit der PKV-Analyse noch genauer bekommen. So eine Analyse (Rendite 2000/ DM – Redaktion) ist bei uns kostenfrei und anzuraten, wenn Sie viele verschiedene Wünsche haben oder einen direkten Vergleich zu einem konkreten Angebot benötigen. Diese Angebote sind für Sie selbstverständlich kostenfrei. Unsere Unabhängigkeit lässt sich dadurch nur bestätigen. Sie erhalten eine sehr aussagekräftige Information speziell für Ihren persönlichen Zuschnitt. Die Auswertung ist etwa 20 Seiten dick und professionell verpackt.

